Jive

Überblick

Der Jive ist vom Gefühl her eigentlich wenig südamerikanisch. Er stammt auch in der Tat nicht aus Lateinamerika, sondern aus den USA, genau genommen den afroamerikanischen Stadtvierteln. Der stilistische Ursprung des Jive liegt im Boogie Woogie, dazu wurden noch einige Stilelemente aus anderen Tänzen hinzugemischt.

Kennzeichnend für diesen Tanz ist sein Rhythmus, der wirklich ins Blut geht und garantiert jeden Tänzer mit Lebensfreude ansteckt. Kennzeichnend für diesen Tanz sind aber auch die körperlichen Strapazen, die daraus resultieren, dass man relativ viele Schritte pro Takt setzen muss. Noch dazu darf man ihn auf Tanzpartys oft auf zu schnelle Musik (Rock 'n Roll- oder Boogie-Musik) tanzen – die Erholungspause ist da meistens so gut wie gebucht. Er wird im Vier-Viertel-Takt getanzt.

Markantes Stilmerkmal des Jive ist der Wechselschritt, also ein schnelles Seit-Schluß-Seit. Die Haltung ist beim Jive ein wenig lockerer als bei seinen Lateinamerikanischen »Kollegen«. So hält man die Hände locker unten, jedoch immer auch mit einer Spannung in den Unterarmen (sonst sieht 's mit der Führung schlecht aus ...). Man tanzt den Jive nach moderner Auffassung ein klein wenig gehockt und mit weichen Knien. Die Knie werden nie ganz durchgestreckt und alle Bewegungen laufen fließend und federnd.

  1. Grundschritt